Wofür brauche ich HubSpot?
- HubSpot wird gebraucht, wenn Marketing, Vertrieb und Service in getrennten Tools arbeiten und niemand die vollständige Kontakthistorie eines Kunden sieht
- Die fünf Hubs (Marketing, Sales, Service, CMS, Operations) lösen jeweils ein konkretes Problem, nicht nur eine allgemeine CRM-Notwendigkeit
- HubSpot löst das Werkzeug-Problem, aber nicht automatisch das Daten- und Prozess-Problem dahinter
HubSpot wird gebraucht, sobald Marketing, Vertrieb und Service mit getrennten Tools arbeiten und dadurch niemand im Unternehmen die vollständige Historie eines Kontakts sieht, von der ersten Website-Anfrage bis zum abgeschlossenen Deal. HubSpot bündelt diese Bereiche in einem System mit einer gemeinsamen Kontaktdatenbank, sodass Marketing-Kampagnen, Vertriebsgespräche und Support-Tickets auf denselben Daten aufbauen statt auf drei unabhängigen Listen.
Wofür wird HubSpot konkret eingesetzt?
HubSpot ist in fünf sogenannte Hubs aufgeteilt, die jeweils ein eigenes Problem lösen, statt einfach nur "CRM" zu sein.
Marketing Hub: E-Mail-Kampagnen, Landingpages und Formulare, die automatisch erfassen, welcher Kontakt welche Inhalte gesehen hat, statt Marketing-Erfolg nur über Klickzahlen in einem separaten Newsletter-Tool zu schätzen.
Sales Hub: Deal-Pipelines, E-Mail-Tracking und Vertriebsautomatisierung, damit ein Vertriebsteam sieht, mit welchem Kontakt bereits wie oft und worüber gesprochen wurde, statt das in Kopf oder Excel zu verwalten.
Service Hub: Ticketsystem und Kundenkommunikation, verknüpft mit derselben Kontakthistorie, damit Support nicht bei null anfängt, wenn ein Kunde vorher schon mit Vertrieb oder Marketing in Kontakt stand.
CMS Hub: Die Website selbst, direkt an die Kontaktdatenbank angebunden, sodass Formularausfüllungen und Seitenbesuche ohne zusätzliche Integration in denselben Datensatz einfließen.
Operations Hub: Datensynchronisation, Automatisierung und Datenqualitätswerkzeuge im Hintergrund, die dafür sorgen, dass die anderen vier Hubs überhaupt mit sauberen, konsistenten Daten arbeiten.
Wann lohnt sich HubSpot, und wann nicht?
HubSpot lohnt sich vor allem für wachsende B2B-Unternehmen, bei denen Marketing, Vertrieb und Service bereits eigene Tools nutzen und die Übergaben zwischen den Teams über E-Mail-Weiterleitungen oder manuelle Excel-Listen laufen. Sobald ein Lead beim Übergang von Marketing zu Vertrieb Kontext verliert oder ein Supportfall nicht weiß, dass der Kunde gerade in einer Vertragsverhandlung steckt, ist genau das Problem da, das HubSpot lösen soll.
Für ein Einzelunternehmen mit einer Handvoll Kontakten reicht oft eine einfache Tabelle völlig aus, ein CRM-System einzuführen lohnt sich dort meist noch nicht. Am anderen Ende der Skala lohnt sich HubSpot auch nicht automatisch für sehr große Konzerne mit hochgradig individuellen, seit Jahren gewachsenen Vertriebsprozessen, dort ist die tiefere Anpassbarkeit von Salesforce häufig der bessere Ausgangspunkt, auch wenn das mit höherem Implementierungsaufwand einhergeht.
Die Kernprobleme, die HubSpot tatsächlich löst
Drei Probleme tauchen in der Praxis am häufigsten auf, bevor sich ein Unternehmen für HubSpot entscheidet. Erstens fehlt eine zentrale Sicht auf den Kunden: Marketing weiß nicht, dass der Vertrieb bereits verhandelt, der Vertrieb weiß nicht, dass gerade ein Supportticket offen ist. Zweitens läuft Reporting manuell: Zahlen aus drei verschiedenen Tools werden von Hand in eine Präsentation kopiert, statt in einem gemeinsamen Dashboard sichtbar zu sein, wie es beispielsweise der Data Hub für konsolidierte Datenansichten vorsieht. Drittens wiederholen sich Aufgaben, die eigentlich automatisierbar wären, etwa das manuelle Anlegen eines Deals, nachdem ein Formular ausgefüllt wurde.
Was HubSpot nicht automatisch löst
Die Einführung von HubSpot löst das Werkzeug-Problem, nicht automatisch das Daten- und Prozessproblem dahinter. Wer jahrelang mit inkonsistenten Firmennamen, doppelten Kontakten oder undokumentierten Sonderregeln gearbeitet hat, trägt genau diese Probleme in das neue System mit hinein, wenn die Datenqualität vor der Einführung nicht angegangen wird. Auch Zuständigkeiten zwischen Teams klärt die Software nicht von selbst, wer ein Feld pflegen darf und wer nicht, muss weiterhin als Regel festgelegt werden, nicht als Hoffnung, dass die Automatisierung das schon richten wird.
Häufig gestellte Fragen
Wofür braucht man HubSpot konkret?
Für die Bündelung von Marketing, Vertrieb, Service und Website in einer gemeinsamen Kontaktdatenbank, damit alle Teams denselben Stand über einen Kunden sehen, statt in getrennten Tools mit eigenen, widersprüchlichen Datensätzen zu arbeiten.
Ab welcher Unternehmensgröße lohnt sich HubSpot?
Meist sobald Marketing, Vertrieb und Service als getrennte Funktionen mit eigenen Tools existieren und Übergaben zwischen ihnen Kontext verlieren. Für ein Einzelunternehmen mit wenigen Kontakten reicht in der Regel eine einfache Tabelle.
Ist HubSpot auch für sehr große Unternehmen geeignet?
Es kommt auf die Prozesskomplexität an. Bei hochgradig individuellen, historisch gewachsenen Vertriebsprozessen ist die tiefere Anpassbarkeit von Salesforce häufig der passendere Ausgangspunkt.
Reicht es, HubSpot einzuführen, um Datenprobleme zu lösen?
Nein. HubSpot löst das Werkzeug-Problem, nicht automatisch bestehende Datenqualitäts- oder Zuständigkeitsprobleme. Diese sollten idealerweise vor oder während der Einführung aktiv angegangen werden.
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